Dienstag, 26. Juni 2007

Von Elefanten und Chilli...

CETRAD führt ein Projekt, welches mich sehr beeindruckt. Es geht um die Problematik Bauern und Elefanten. Die Elefanten zerstören nicht nur die Ernten der Bauern, sondern können auch eine Bedrohung für deren Leib und Leben darstellen. Auf der anderen Seite sind es natürlich schützenswerte Tiere, welche nicht einfach abgeknallt werden dürfen.
Da nun Elefanten so clever sind, dass sie Elektrozäune entweder mit ihren Stosszähnen (welche ja nicht leitend sind) niederreissen, oder aber Holz zu Hilfe nehmen, um den Zaun zu zerstören oder sich ganz einfach mit ihren acht Tonnen gemütlich auf den Zaunpfosten setzen, musste eine andere Lösung her.
Das Wundermittel heisst Chilli, und wer schon einmal Chilli in die Nase bekommen hat, weiss auch warum. Man stelle sich dieses Brennen nun multipliziert mit der Länge eines Elefantenrüssels vor, autsch. Für diesen abschreckenden Effekt wird Chilli zusammen mit Kuh – oder Elefantendung (Welch eine Ironie – von der eigenen Sch.... in die Flucht geschlagen!) verbrannt und der dabei entstehende Rauch lässt die grauen Riesen bereits in weiter Entfernung die Nase rümpfen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Eine andere, moderne Technologie, könnte man „Telefantenalarm“ nennen. Dazu werden die Rüsseltiere mit einem GPS-Sender ausgestattet und sobald sie sich auf einige Kilometer dem Zaun einer Farm nähern, erhält der Bauer ein SMS (Safaricom Kenya sei dank) und kann reagieren, z. B. mit Schreckschusspistolen. Dank des GPS erfährt man zudem einiges über das Bewegungsverhalten von Dumbo und Co. Ausgeklügelte Geschichte, nicht?

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