
Nun, was mache ich hier eigentlich acht Stunden pro Tag? Wie erwähnt, geht es in meiner Arbeit darum, Regenintensität und Erosion von verschiedenen Messstationen am und um den Mount Kenya zu analysieren. Da die Daten während 20 Jahre bereits erhoben wurden, besteht meine Arbeit lediglich darin, diese Daten zu überprüfen und allenfalls zu korrigieren und damit die sehr unfangreiche Datenbank zu bereinigen. Diese Regenintensitätsdaten (deren Aufzeichnung man sich ähnlich einem Seismographen vorstellen muss; ein Papierstreifen dreht sich mittels eines Uhrwerks und ein Stift zeichnet die Regenmenge zur jeweiligen Zeit auf) sind nämlich ziemlich heikel und ich habe bereits schon alles Mögliche an Fehlern gefunden, von falschem Datum über vergessen einzutragen, falsch abgelesen, Messgerät eine Störung, Tippfehler und so weiter. Es macht mir sehr Spass, denn es steckt immer ein wenig Detektivarbeit dahinter, herauszufinden, wo der Fehler wohl liegen mag und ob die Daten doch noch brauchbar sein könnten. Ich muss aber auch erwähnen, dass der Grossteil der Daten zum Glück in Ordnung ist, sonst würde ich hier Jahre benötigen...Wie ihr seht, habe ich ein schönes Büro zu Verfügung mit Internet und ziemlich immer Strom! Der Raum, in welchem meine Daten lagern, mag auf den ersten Blick etwas chaotisch wirken und ich bin erstmal auch leicht erschrocken (sah mich schon alle Ordner einzeln unter die Lupe nehmen!) aber Joseph hat mir glücklicherweise die Zauberliste in die Hand gedrückt, welche jeden Ordner – die alle eine Nummer besitzen und schön der Reihe nach im Regal stehen – beschreibt. Für mich das wichtigste Schriftstück in ganz Ostafrika! :-)


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen